Vergleichskampf des TV 1846 Alzey e.V.

Freimersheim (as) – Das internationale BOX-Event des TV 1846 Alzey e.V. gegen die irische Mulhuddart Dublin war bereits seit 3 Monaten ausverkauft. Trainer Jan Dreger, Vorsitzender und Trainer der Boxabteilung des TV Alzey und gleichzeitig Betreiber des anerkannten Landesleistungszentrums für Boxen, dem Freimersheimer Box-Gym-Dreger, konnte jedoch von den ursprünglich 13 angesetzten Punktkämpfen nur 8 ausrichten. Krankheitsbedingt fielen 5 Punktkämpfe jedoch nicht aus, sondern konnten durch Umbesetzungen zu absolut von den 8 Kämpfen konnte Ringsprecher Jens Blasius, der souverän durch den Abend führte, 5 als gewonnen für den TV Alzey verkünden.

Mit einem Endstand von 10:6 konnte der Meistertitel somit in Freimersheim bleiben.

Eine Riesenüberraschung gab es direkt vor Beginn der Veranstaltung, als die erste Mannschaft von Jan Dreger aus dem Jahre 2002, darunter etliche ehemalige Titelgewinner, den Ring betraten um ihren ehemaligen Trainer die Ehre zu erweisen. Dreger zeigte sich sichtlich gerührt.

Nedja Zouari-Ströher, Programmreferentin “Integration durch Sport” vom Landessportbund, zeigte sich zudem hoch erfreut über die positive Entwicklung und Einstellung aller Athleten

und bestätigte Dreger beste Arbeit auf diesem Gebiet und bedankte sich gleichzeitig bei den 13 Athleten und 3 Betreuer aus Dublin.

Der Alzeyer Stadtbürgermeister Christoph Burkhard konnte dem Trainer von Dublin, Gerard McDaid und Robert Sulivan, dessen Tochter als Athletin selbst an dem Abend im Ring stand, den Ehrenpokal überreichen.

Als weitere Ehrengäste konnte Dreger auch den amtierenden Freimersheimer Ortsbürgermeister Jacques Garrido, ebenso wie den ehemaligen und immer gern gesehenen ehemaligen OrstBGM Wilfried Brück, der während seiner Amtszeit dem Box-Gym bei der Gründung immer supportiv zur Seite stand, begrüßen.

Als beste Boxerin wurde Chloe Gabriel vom MBA Dublin gekürt (Jugend 50kg)

Bester Boxer wurde Khemiri Fahres vom TV 1846 Alzey e.V. (Jugend 75Kg)

Trainer Jan Dreger zeigte sich gegenüber der Alzeyer-Zeitung hochzufrieden von dem Abend “Nicht nur der Sieg zählt für uns, vielmehr auch die harmonisch gemeinsame Zeit aller Athleten vor dem Turnier. Das Boxen in Irland einen derart hohen Stellenwert hat, zeigen auch die Bilder die diese von dem Event in den sozialen Medien posteten, diese erreichten eine Viralität, von der wir hier noch träumen können, aber das unsere Events immer frühzeitig ausverkauft sind, zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind”ehenswerten Sparringskämpfe angesetzt werden.

Freistadt

Ein kleiner Mann, der dem deutschen Boxsport Großes gab, ist nicht mehr. Hans Freistadt, Amateur-Europameister 1965 im Fliegengewicht, starb drei Monate nach seinem 74. Geburtstag. Für 200 Kämpfe stand er im Ring, verließ ihn bei elf Niederlagen und  vier Unentschieden 185 mal als Sieger.

Gekämpft hat Hans Freistadt, den sie in seiner Kindheit im heute kroatischen Vinkovci Ivo riefen und der 1960 mit Mutter und Geschwistern nach Deutschland kam, sein Leben lang. Im Ring und gegen Widerwärtigkeiten des Daseins überhaupt. Der Titel seines ersten Buches ist beziehungsvoll:“… bei acht musst du stehen“. Er selbst sagte über sich: „Ich war und bin ein Kämpfer“.

Der Deutsche Boxsport-Verband hatte dem späteren Wirt der Vogelpark-Gaststätte in Böhl-Iggelheim zwar einiges an Ansehen zu verdanken, doch frühere Funktionäre dankten es ihm nicht mit einer olympischen Nominierung. 1964 in Schwerin gab die Sportpolitik den Ausschlag, als statt ihm der DDR-Vizemeister Otto Babiasch nach Tokio fliegen durfte. Freistadt war dennoch vor Ort: Auf Vermittlung des Oppauer Kunstturn-Stars Philipp Fürst konnte er mit der Deutschen Sportjugend ins Land des Lächelns fliegen.

Acht Jahre später – 1972 wurden die Olympischen Spiele in München ausgetragen – „hat mich der Bundestrainer Dieter Wemhöner reingelegt“ kränkte sich Hans Freistadt noch vor ein paar Jahren. Der Berliner Wemhöner nominierte statt dessen einen Berliner, den Freistadt in der Qualifikation unterlegenen Gerd Schubert.

Den sportlichen Umgang mit den Fäusten erlernte Freistadt 1962 beim ESV Ludwigshafen, wechselte dann zum Boxring Ludwigshafen. Später ging er zum AV 03, dann zum 1. BC Speyer. In den späten 1970-ern stieg er aus dem Ring. Viel später, mit 57, trat er in Mosbach/Odenwald je zwei Minuten lang gegen vier junge Boxer an. „Das habe ich gemacht, damit ich zeigen konnte, was ein alter Mann noch drauf haben, wenn er bereit ist zu kämpfen“, kommentierte er.

Beruflich hat sich Hans Freistadt neben Stationen als Gastwirt in Waldsee, Speyer, Ludwigshafen im Wald-Vogelpark von Iggelheim ein zweites Standbein geschaffen. Solo oder im Duett mit seiner Frau Zora als Sänger von Liedern mit Eigentexten mit Engagements in Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und in der Türkei (Antalya) und als Mitproduzent von über 20 CD’s mit eigenen Songs.

Hans Freistadt größte Boxerfolge: Deutscher Junioren-Meister 1962, 1963; Deutscher Senioren-Meister (Fliegengewicht) 1964, 1965, 1967, 1970, 1972; Europameister 1965 (nach Siegen über Ucar/Türkei, Humm/England und McCluskey/Irland im Endkampf gegen Hubert Skrzypczak/Polen); 15 Länderkämpfe; drei Europameisterschaften. /wk

Seminare für den SWABV

Ich möchte Sie über anstehende Seminare zu rechtlichen Themen informieren und Sie hierzu recht herzlich einladen: 

Samstag, 26.10.2019, 09.30 – 13.00 Uhr: „Rund um die Mitgliederversammlung“Samstag

23.11.2019, 09.30 – 13.00 Uhr: „Rund um den Vorstand“Samstag

07.12.2019, 09.30 – 13.00 Uhr: „Offenes Forum für Vereine“ und Neuerungen im Vereinsrecht Mit den Seminaren halten Sie sich immer auf dem neusten Stand

Die anfallenden Kosten für die Seminare werden für Verbandsmitglieder vollständig übernommen!

Nähere Informationen zu den Seminarinhalten finden Sie hier:https://www.mannheim.de/de/stadt-gestalten/buergerbeteiligung/buergerschaftliches-engagement/schulungsangebot

Beste Mannschaft in Swidnica

Der SWABV befand sich am Wochenende auf einem Turnier in Polen/Swidnica. An dem mehrtägigen Turnier (27.09.2019 – 29.09.2019) nahmen 8 Athleten des SWABV teil – betreut wurden sie durch Jan und Ala Dreger. Mit an Bord war auch Olympia-Medaillengewinner Reiner Gies, der als internationaler Kampfrichter das polnische Kampfgericht verstärkt hatte.

Die Bilanz des Turniers ist beachtlich:  mit 4x Gold, 3x Silber und 1x Bronze wurde die Mannschaft um den SWABV als „beste Mannschaft“ ausgezeichnet.

In 64 kg (Jahrgang 2003) unterlag Femi Ciosek nur knapp im Halbfinale mit 2:1 Kampfrichterstimmen. Femi sicherte uns damit die Bronzemedaille.

In 54 kg (Jahrgang 2004) gelang es Justin Kusnezow sich ins Finale zu boxen. Dort unterlag er einem starken Gegner und sicherte dem SWABV die Silbermedaille.

In 56 kg (Jahrgang 2002) kämpfte sich Jibai Ayman sicher ins Finale, dort unterlag er einem starken Gegner knapp mit 2:1 Kampfrichterstimmen und bescherte dem SWABV die Silbermedaille.

In 55 kg (Jahrgang 2004) boxte sich Ali Reda zuverlässig ins Finale. Dieser Finalkampf war denkbar knapp, das sahen die Kampfrichter ebenfalls so. Allerdings kann in einem Turnier nicht auf Unentschieden gewertet werden, weshalb die Kampfrichter sich im Nachgang entscheiden mussten, hier entschiedenen sich 2 der Kampfrichter für den polnischen Gegner. Somit erzielte man mit Ali Reda die 3. Silbermedaille des Turniers.

Mit 58 kg (Jahrgang 2001) erzielte der SWABV mit Felippe de Sousa die Goldmedaille, welcher seinen Kontrahenten gezielt ausboxte und den Kampf mit 3:0 Kampfrichterstimmen für sich entschied.

In 64 kg (Jahrgang 2003) präsentierte sich Joel Schwahn dem polnischen Publikum mit einer Glanzleistung, auch er sichtere sich souverän die Goldmedaille.

Mit 71 kg (Jahrgang 2000) boxte sich Oliwole Ciosek ebenfalls ins Finale, wo er mit klaren 3:0 Kampfrichterstimmen dem SWABV die 3. Goldmedaille sicherte.

Mit 77 kg (Jahrgang 2001) konnte man mit Fares Khemiri die 4. Goldmedaille sichern.

Alles in allem lobte Jan Dreger das SWABV- Team: „Die Jungs haben sich wirklich klasse präsentiert. Wir sind mit Abstand die beste Mannschaft des Turniers. […] Die Kampfrichter haben fair gepunktet. […] Das ist eine super Leistung und bin wirklich zufrieden mit der Disziplin der Jungs.“