Wolfgang Schmitt ist tot

Boxen. Einer der besten deutschen Athleten seiner Sportart ist tot. Im Alter von 78 Jahren wurde der Mainzer Wolfgang Schmitt von seinem langjährigen Leiden erlöst. Der stilistisch versierte Leichtgewichtler war zwischen 1961 und 1967 sechsmal Deutscher Meister und gewann fast jeden seiner 27 Länderkämpfe. Schmitt nahm an drei Europameisterschaften und den Olympischen Spielen 1964 in Tokio teil. Der Südwest-Dauermeister von BC Mainz amtierte später als Verbands- und Vereinstrainer. /wk

Backfischfest-Boxen 2017 fällt aus

WORMS.  Erstmals seit 31 Jahren fällt das Wormser Backfischfest-Boxen aus, eine der jährlich zwei Zeltveranstaltungen im Bereich des Südwestdeutschen Amateur-Box-Verbandes.  Als Grund nennt Enrico Finelli, Box-Abteilungsleiter der Turngemeinde, die seit Jahren zunehmenden Schwierigkeiten, denen sich die „Organisation Backfischfest“ seines Vereins für die Traditionsveranstaltung auf der städtischen Festwiese gegenüber sieht. Derzeit seien Vertreter der TG und die Stadt Worms im Gespräch darüber, „wie diese Umstände für die in Aussicht genommene Boxmatinée 2018“ aus dem Weg geräumt werden können. Beim bisher letzten Backfischfest-Boxen im August 2016 im „Cirkuszelt“ hatte die TG Worms eine Auswahl Westfalen/Rheinland/Südwest mit 10:1 besiegt. Geboxt werden wird 2017 in Worms trotzdem: Am 2. Dezember bei der „Gala“ in der Nikolaus-Dörr-Halle.

Nach Angaben des Ausrichters Verkehrsverein Speyer vorläufig auf Dauer abgesagt ist das ebenfalls traditionelle Brezelfest-Boxen in der Domstadt. Grund: Zuschauermangel. Weiterhin stattfinden soll das Zeltfest-Boxen des 1. FC Kaiserslautern während des Maimarkts in der Barbarossastadt. /wk

Nachruf auf Artur Fendrich

Am Donnerstag, den 22.06.2017 rief mich mein Sportkamerad Herbert Urich an teilte mir mit, dass mein langjähriger Mannschaftskamerad Artur Fendrich am 16.06. dieses Jahres verstorben ist.

Vor ca. 7 Jahren traf ich ihn, wir hatten uns lange Zeit nicht gesehen, bei einer Boxveranstaltung in Neustadt. Ich hatte das Gefühl, dass er sich kaum verändert hatte. Vielleicht lag es daran, dass er immer noch diese liebenswerte, sympathische Ausstrahlung hatte, die mich schon in früheren Zeiten während unserer sportlich gemeinsamen Zeit faszinierte.

Auch war er immer noch so vital wie damals. Ich konnte nicht ahnen, dass es unser letztes Zusammentreffen sein sollte.

Obwohl wir alle wissen, dass das Leben endlich ist und mit zunehmenden Alter die Wahrscheinlichkeit des Ablebens zunimmt, verdrängen wir bei uns selbst und bei geliebten und geschätzten Freunden diese unumgängliche Tatsache.

Gerade weil jeder auf seine Art einmalig ist, kann das sich auftuende Vakuum nicht mehr aufgefüllt werden.

Ich bedauere unendlich, nicht die Zeit gefunden zu haben, öfter mit ihm Kontakt aufgenommen zu haben.

Jetzt erst wird mir bewusst, welch bedeutende Rolle Artur in meinem Leben gespielt hat.

1966 begann ich bei der TG Worms mit dem Boxen. Mir war damals nicht bewusst, dass dieser zurückhaltende, besonnene und bescheidene Mann ein so erfolgreicher Boxer war. Insgesamt an die 300 Kämpfe hat er bestritten. Im Südwesten war er über Jahre der beste Boxer in seiner Gewichtsklasse. Auch in Deutschland zählte er zu den Spitzenboxern.

Dass das so war, konnte ich am eigenen Leib erfahren , wenn ich mit ihm Sparring machte. Seine Ratschläge anschließend waren für mich äußerst wertvoll.

Artur war immer ein fairer Sportsmann, der seinen Gegnern auch Respekt zollte. Er war kein Haudrauf.

Er war ein Techniker par Excellence, ein Ästhet im Ring, der mit Verstand und Cleverness seine Gegner ausboxte.

Nach seiner aktiven Zeit blieb er dem Boxsport als Trainer erhalten. Er übernahm das Training der Boxabteilung des Vfl Neustadt, war Co-Trainer der Bundesligamannschaft der TG Worms, Honorartrainer am Bundesleistungszentrum in Mannheim und als Inhaber der A-Lizenz Lehrwart des SWABV.

Dass wir mit Artur einen großartigen Menschen verlieren, macht mich aufs tiefste betroffen.

Dirk Schlamp